Prävention von und Intervention bei vermutetem/tatsächlichem Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe – Implementierung von Schutzkonzepten

Einladung zum Fachgespräch

     Samstag, 26. November 2016 von 10.00 bis 12.00 Uhr 

Landesgeschäftsstelle des DKSB Sachsen-Anhalt

Wiener Str. 2 in 39112 Magdeburg

 

schutzkonzeptEinrichtungen des Bildungs-, Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialwesens sind Lebensorte für Kinder und Jugendliche und tragen damit eine besondere Verantwortung für die Sicherstellung entwicklungsfördernder Bedingungen des Aufwachsens. Sie müssen Schutzorte sein bzw. dazu werden, an welchen Kinder und Jugendliche vor Verletzungen ihrer Rechte seitens Gleichaltriger und seitens in der Einrichtung tätiger Personen so gut wie möglich geschützt sind. Schutzkonzepte und Leitungsverantwortung sind gefragt, aber vielfach fehlen Wissen und praxisnahe Beispiele, um dies umzusetzen.

Spätestens seitdem Fälle von Machtmissbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen jeglicher Art in Institutionen der Erziehung und Bildung bekannt geworden sind, wissen wir, dass Schutz und Sicherheit in Institutionen keine Selbstverständlichkeiten sind. Sie müssen stetig hergestellt werden.

Schutz von Mädchen und Jungen vor Gewalt beginnt mit Prävention. Dies erfordert die Erfassung und Bewertung von Risiken sowie das Erkennen von Schwachstellen im öffentlichen sowie privaten Raum, aber eben auch in den eigenen Strukturen und institutionellen Gegebenheiten. Wirksame und nachhaltige Gewaltprävention bedeutet das Bewusstmachen von Strukturen, Dynamiken sowie Handlungsweisen und setzt auf Information und Aufklärung zur Verringerung von Gewalt.

lasner-tietze

 

 

Einführungsvortrag: Cordula Lasner-Tietze, Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin, Mitglied in verschiedenen Fachgremien und -organen auf Bundesebene und vom 1. November an Bundesgeschäftsführerin des DKSB

 

 

Mit unserer Impulsgeberin werden wir Fragen in den Mittelpunkt der Diskussion rücken, wie

– Welche Risiken und Anforderungen nehmen wir im pädagogischen Alltag wahr?

– Wie gestalten wir das Vertrauensverhältnis und gibt es Regeln für einen angemessenen Umgang mit Nähe und Distanz? 

– Haben wir Konzepte für unsere Arbeit, auch sexualpädagogische?

– Wie werden in der Einrichtung Probleme, Krisen- und Konflikte angesprochen und geklärt?

Das Fachgespräch richtet sich an pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Leitungsverantwortung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie interessierte Fachkräfte.

Für die Teilnahme werden keine Kosten erhoben. Fahrtkosten können nicht erstattet werden.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 21.11.2016:

E-Mail: dksb-lsa@gmx.de  

Fax: 0391 696 55 47

oder über unser Kontaktformular