Kinderschutzbund fordert Rechtsanspruch auf Frühe Hilfen

Elternkurse für Eltern mit Kindern von 0 – 3 Jahren, Familienpaten als Stärkung und Bestärkung junger Eltern, Elterntreffs mit Namen, wie Krabbelgruppen… In den zurückliegenden Jahren haben sich vielfältige Angebote und Projekte, die dem Bereich der Frühen Hilfen zuzurechnen sind, entwickelt und bewährt.

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes zum 1.Januar 2012 normierte der Gesetzgeber die Frühen Hilfen, beließ es dabei jedoch bei Sollvorschriften und formulierte keine Vorgaben über die Art und den Umfang.

Das macht die Arbeit der Koordinatorinnen der lokalen Netzwerke Frühe hilfen nicht leichter! Zwar belegen verschiedene Studien, daß die bisher normierten Hilfen und deren Einbindung in Netzwerke gut geeignet sind, um Familien frühzeitige Unterstützung zu bieten, sie sind jedoch lange nicht ausreichend, um den umfänglichen Anforderungen gerecht zu werden. Die gesetzlichen Grundlagen sind daher qualitativ weiterzuentwickeln!

Der Deutsche Kinderschutzbund hat auf seinen Kinderschutztagen 2014 einstimmig eine Resolution zur Stärkung der Rechtsansprüche auf Frühe Hilfen verabschiedet. Zu den zentralen Forderungen gehören

– Schaffung individueller Rechtsansprüche auch für schwangere Frauen und werdende  Väter

– gesetzliche Regelungen zur Kostenübernahme geeigneter und notwendiger Leistungen durch unterschiedliche Leistungsträger.

Die Resolution steht als PDF zum Download bereit.