Familienpaten

Sie ist die wohl bekannteste DKSB-Familienberaterin in Sachsen-Anhalt: Frau Angelika Müller-Schwarz aus Wörpen (Anhalt). Obwohl sie nicht gern Auto fährt, eilt sie PS-stark zu Menschen im Landkreis Wittenberg, die sie um Hilfe bitten. Ihre zupackende Art und Geradlinigkeit, Empathie und Fürsorglichkeit haben seit 2006 „die Runde gemacht“.

Die ehemalige Oberschwester aus Berlin (Charité) wollte sich mit ihrem Mann im ländlichen Wörpen einen gemütlichen Lebensherbst gestalten. Aber Gemütlichkeit ist relativ, ihr Mann mußte sich bis vor Kurzem hinten anstellen: Hilfe bei der Beantragung von Leistungen über das SGB XII, Organisieren eines Mutter-Kind-Heim-Platzes für eine minderjährige Schwangere, Unterstützung eines Vaters, der Sehnsucht nach seinen Kindern hat (und umgekehrt, aber das soll die Mutti nicht wissen…), alle Irrungen und Wirren des Lebens hat sie inzwischen kennengelernt als Familienpatin, so sagt sie. Angelika Müller-Schwarz hat vor fünf Jahren an der Qualifizierung über das Landesmodellprojekt Familienpaten erfolgreich teilgenommen. Hinschauen – Helfen – Handeln, das war ist und bleibt ihr Motto.

„Jetzt muß ich aber an mich und meinen Mann denken, er ist sehr krank und braucht mich“, sagt sie  bei unserem jüngsten Telefonat. Ich würde diese kleine Geschichte gern mit einem Kapitel weiterschreiben, das davon handelt, wie die viele Hilfe, die sie verschwenderisch anderen gegeben hat, jetzt ihr angeboten wird. Angelika Müller-Schwarz, ein streitbares aktives Mitglied unseres Verbandes! Jetzt sind wir gern für sie da, wenn sie uns braucht…