Im Jahr 2020 verzeichnet die „Nummer gegen Kummer“ sieben Prozent mehr Beratungsgespräche

Das für alle herausfordernde Jahr 2020 hat sich auch an den Beratungszahlen der „Nummer gegen Kummer“ bemerkbar gemacht. Über 494.000 Ratsuchende haben laut dem Dachverband „Nummer gegen Kummer“ zum Telefonhörer gegriffen, um das kostenlose Hilfsangebot zu nutzen.

Davon meldeten sich 461.000 Kinder und Jugendliche am Kinder- und Jugendtelefon sowie 33.380 Ratsuchende am Elterntelefon. Insgesamt ergaben sich aus diesen Kontakten 128.524 Beratungen, in denen ein intensives Gespräch mit Kindern, Jugendlichen und Eltern zu ihren Problemen oder Themen geführt wurde. Das sind sieben Prozent mehr Beratungen als im Vorjahr 2019.

Während sich die Anzahl der Beratungen am Kinder- und Jugendtelefon 2020 ungefähr auf dem hohen Vorjahresniveau bewegt, steigt diese Zahl am Elterntelefon deutlich (plus 64 Prozent). Dies unterstreicht den weiterhin hohen Bedarf des Angebots, so der Dachverband „Nummer gegen Kummer“. Viele Eltern rufen demnach auch an, um über ihre aktuellen und akuten Belastungen in der Krisensituation zu sprechen. Bei jungen Anrufenden kämen hingegen oft Gefühle wie Einsamkeit, Konflikte in der Familie oder auch Gewalterfahrungen zum Ausdruck.

Bundesministerin Franziska Giffey bedankte sich in einem Statement für den Einsatz der Ehrenamtlichen und betonte hinsichtlich der Pandemie-Situation: „Die Hilfetelefone geben uns Aufschluss darüber, was Eltern, Kinder und Jugendliche bewegt. Klar ist: Sie brauchen eine Perspektive.“

Quelle: Nummer gegen Kummer

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